#14 The Dawn of Everything

The Dawn of Everything
Von Wombo Dream im Steampunk Style generiertes und von einem Menschen leicht nachbearbeitetes Bild, das den "Dawn of Everything" zeigt

Der Titel „The Dawn of Everything“, einem Buch, dass der 2021 verstorbene David Graeber und David Wengrow gemeinsam geschrieben haben, sagt bereits, dass es sich hier um einen Rundumschlag handelt. Den Aufschlag bildet die große These, zentrale Ideen der Aufklärung hätten ihren Ursprung in den Ideen nordamerikanischener indigener Bevöklerungen und deren zum Teil belustigter Kommentare zu den Machtstrukturen der Europäer, die sie nicht als freie Menschen ansahen.

Im Weiteren versuchen Graeber und Wengrow zu zeigen, dass die Vorstellung einer linearen Zivilisationsgeschichte, die sowohl Rousseau als auch sein Gegenspieler Hobbes mit umgekehrten Vorzeichen vertreten, ein Mythos ist. Auch die in den Wissenschaften heute vorherrschende These, die Entwicklung moderner Staaten und ihrer Bürokratie sei eine Folge der Einführung des Ackerbaus und systematischer Landwirtschaft, wird nach Graeber und Wengrow nicht von archäologischen Funden gestützt. In diesem Rahmen enthält das Buch auch interessante Auslassungen zu Prinzipien der Freiheit und Prinzipien der Herrschaft, die die Handschrift des bekennenden Anarchisten David Graeber tragen.

Links:

Graeber und Wengrow in einer dialogischen Präsentation

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